Gerade im Trockenbau ist das Thema Fugen allgegenwärtig: Überall dort, wo verschiedene Materialien aufeinandertreffen, entstehen diese und verlangen nach einer sorgfältigen Abdichtung. Fugen zu ziehen ist dabei denkbar einfach, jedoch können bereits kleine Unachtsamkeiten oder Fehler schnell das Gesamtergebnis zerstören. Nachfolgende Hinweise dienen zur Vermeidung von Rissen und anderen Schäden.
Trockenbaukonstruktionen richtig verfugen mit Acryl
Acryl kommt bei der Fugenfüllung immer dann zum Einsatz, wenn die Fugen auch farblich gestaltet, das heißt übermalt werden sollen. Silikon eignet sich in solchen Fällen nicht als Füllmittel, da es keine Farbe aufnimmt. Bevor es losgehen kann, ist sicherzustellen, dass die Fugentiefe genügend Platz für die Dichtmasse und das Hinterfüllmaterial bietet sowie dass die umgebenden Haftflächen dicht und tragfähig sind. Letzteres ist beispielsweise nicht gegeben, wenn im Fugenbereich Mörtel zur Ausbesserung einer schadhaften Stelle vorhanden ist und dieser nicht fest genug und/oder nicht riss- und möglichst porenfrei ist.
Auch bestimmte Anstriche oder Imprägnierungen, welche die Haftung und das Aushärten des Füllstoffs beeinträchtigen oder gar verhindern können, stellen ein Problem dar. Neben einer gründlichen Reinigung, bei der die zu füllende Fuge und das umgebende Areal sorgfältig entfettet und von Staub befreit werden müssen, sollte man entsprechend auch sicher gehen, dass die Fugenflanken nicht zum Nachteil der beabsichtigten Verfugung behandelt worden sind.
Als nächstes ist entscheidend, wie breit die Fuge ist und an welcher Stelle sie sich befindet. So erfordern beispielsweise Bodenfugen, die unter 10 mm oder über 20 mm breit sind, besondere Lösungen in Bezug auf die Füllung, welche mit Fachleuten abgesprochen werden sollten. Für die typischen Breiten- und Tiefenwerte von Fugen allgemein (10-20 mm) gilt es, einige Faustregeln zu beachten, damit am Ende alles wie gewünscht aussieht.
Was, wie und womit – Arbeitsschritte und Hilfsmittel beim Verfugen mit Acryl
Zur Verfugung von Acryl braucht man nur wenige Hilfsmittel. Es werden benötigt: Malerkrepp, Hinterfüllmaterial, ein Spachtel und natürlich Acryl (bestenfalls in einer Spritzpistole). Dann gilt es natürlich zu wissen, mit welchen Größenverhältnissen man es zu tun hat, um eine optimale Verfugung und Haftung zu gewährleisten. Der folgende Überblick gibt eine Orientierung über die zu beachtenden Proportionen:
Mit diesen Werten im Hinterkopf kann es losgehen:
Nach der Reinigung bedarf es einer Rundschnur zur Hinterfüllung der Fuge. Dabei handelt es sich um ein rundes Füllprofil mit typischerweise geschlossenen Zellen, welches dazu dient, die Elastizität des Acryls zu erhalten, indem es eine Dreiflächenhaftung vermeidet. Die Rundschnur begrenzt zudem die Fugentiefe, wodurch man Füllstoff sparen und zusätzlich dessen Stabilität stärken kann, wodurch er frei von Rissen bleibt. Die Rundschnur darf kein Wasser aufnehmen und muss kompatibel mit der Dichtmasse sein. Das heißt, das Füllmaterial darf sowohl deren Formänderungs- als auch deren Hafteigenschaften nicht beeinträchtigen.
Wichtig ist auch, dass das Hinterfüllmaterial keinen Schaden nimmt, also keine scharfen oder spitzen Werkzeuge beim Einbau zum Einsatz kommen. Damit ausreichend Widerstand beim Einbringen und Glätten der Dichtmasse zustande kommen kann, muss die Rundschnur stets in komprimiertem Zustand eingezogen werden. Deren Durchmesser sollte dabei um etwa ein Viertel bis ein Drittel größer sein als die Fugenbreite.
Nach dem Einziehen der Rundschnur, wird das Acryl mit Hilfe einer Spritzpistole aufgetragen. Zuvor sollten allerdings die Fugenränder mit Klebestreifen abgedeckt werden. Ist dies erledigt, kann man die Spitze der Acrylkartusche anschneiden, wobei zuerst nur eine kleine Öffnung hergestellt werden sollte, um ein versehentliches Überquellen beim Auftragen zu vermeiden. Hat man das richtige Maß für seine Zwecke gefunden, kann man das Acryl einspritzen.
Idealerweise geschieht dies mit gleichmäßiger Kraft und Geschwindigkeit sowie in einem Zug. Anschließend nutzt man einen Spachtel (und falls gewünscht Glättmittel), um überschüssige Füllmasse abzuziehen. Nun kann man das Krepp abziehen und fertig ist die Fuge Marke Eigenbau.
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